Heinrich Hoyer- Heimat und Fremde.

Landschafts- und Stadtansichten in Öl und Aquarell 1927 bis in die 1950er Jahre.

Unter dem Titel „Heimat und Fremde“ zeigt das Kreismuseum Syke im Foyer eine Ausstellung mit 16 zwischen 1927 und den 1950er Jahren entstandenen Arbeiten des Syker Malers Heinrich Hoyer (1907-1972).

Heinrich Hoyer erlernte das Malerhandwerk und besuchte zwischen 1925 und 1930 die Kunstgewerbeschule in Bremen. Mit seinem ebenfalls aus Syke stammenden Studienfreund Werner Kühl unternahm er Ende der 1920er Jahre Studienfahrten nach Süd- und Mitteldeutschland. Seine frühen Aquarelle sind ähnlich denen Kühls von expressiven Formen und Farben gekennzeichnet. Diese Formensprache war in den 1930er Jahren während des Nationalsozialismus verpönt, so wechselte er in eine eher impressive Malweise. Entstanden sind zum Teil großformatige Darstellungen der näheren Umgebung, die er auch auf Ausstellungen, z.B. in Hannover, zeigte. Dort stellte er gemeinsam unter anderem mit bekannten Worpsweder Malern aus. Seine künstlerische Tätigkeit wurde auch durch den 2. Weltkrieg, an dem er als Soldat teilnahm, nie ganz unterbrochen, wie auch Bilder in der Ausstellung zeigen.

Ein Selbstbildnis von 1947 vor den Ruinen Bremens geriet ihm zu einer schonungslosen Bestandsaufnahme dieses nicht nur Gebäude, sondern auch die Seele zerstörenden Krieges. Danach versuchte er eine neue zeitgemäße Formensprache zu finden für die auch ein Gemälde der Stadt Syke mit Kleinbahn und Christus-Kirche aus der Zeit um 1950 steht, das sich seit Kurzem in der Sammlung des Kreismuseums befindet und den Anlass für diese Schau bietet. Insgesamt besitzt das Kreismuseum über 60 klein- und großformatige Arbeiten von Heinrich Hoyer.

 
Termin 29.1 - 17.4
 
Ort Foyer