Evangelische Kirchenbauten im Kreis Wehlau und im nördlichen Ostpreußen von der Reformation bis heute

Konzeption Ulrike Taenzer.
Eröffnung am 9.9. um 15.30 Uhr

Eine Ausstellung zu evangelischen Kirchenbauten im Landkreis Wehlau und im nördlichen Ostpreußen.

1955 übernahm der Landkreis Grafschaft Hoya die Patenschaft für die ehemaligen Bewohner des ostpreußischen Landkreises Wehlau. Diese Patenschaft wird vom Landkreis Diepholz weitergeführt: So ist die Kreisgemeinschaft Wehlau immer wieder eingeladen, Ausstellungen im Kreismuseum Syke zu zeigen, die über das Wehlauer Heimatmuseum hinaus gehen.

Das Reformationsjubiläum ist Anlass, eine Ausstellung über evangelische Kirchenbauten in Ostpreußen zu zeigen. Dahinter stehen zwei Überlegungen:
1) In der Zeit der Reformation nahm das neu gegründete Herzogtum Preußen eine Vorbildrolle ein. Die Auswirkungen reichten bis zum Ende des zweiten Weltkrieges: Der größte Teil der Kirchen des nördlichen Ostpreußens und damit auch des Kreises Wehlau waren evangelisch.
2) Kirchen sind zentrale Gebäude einer jeden Ortschaft. Für diejenigen, die Ihre Heimat Mitte des 20. Jahrhunderts aufgrund von Flucht und Vertreibung unfreiwillig verlassen mussten sind sie von besonderer Bedeutung: Erstens spielte das religiöse Leben bis dahin eine größere Rolle als heute. Zweitens waren die Kirchen der Ort zentraler Lebenslauffeste und somit in den Familienbiografien fest verankert. Drittens wurden die Kirchen bei Heimatreisen zu einem wichtigen Ausgangspunkt, um die oft kaum noch erkennbaren Orte wiederzuentdecken.

Die Ausstellung richtet den Blick aber nicht nur auf die lutherische Vergangenheit. Vielmehr gehören die Zeiten davor und danach ebenso dazu: die Prägung durch das katholische Ordensland einerseits wie auch der Umgang mit den Gotteshäusern erst im atheistischen und später russisch-orthodoxen Kontext andererseits.

 
Termin 9.9 - 12.11
 
Ort Foyer