2-tägiger Mittelaltermarkt mit Backtag.



Leben und Handwerk wie in der Wikingerzeit, so lautet das Motto des frühmittelalterlichen Marktes, der am Sonnabend, 18. August von 11-18 Uhr und am Sonntag, 19. August von 10-17 Uhr gemeinsam mit einem Backtag auf dem Gelände des Kreismuseums Syke stattfindet.

Mittelaltergruppen und Mittelaltermärkte gibt es viele, der Markt im Kreismuseum stellt mit der Konzentration auf die Wikingerzeit vor ungefähr 1000 Jahren etwas Besonderes dar.
Verbunden sind die mittelalterlichen Stände und Vorführungen mit einem Backtag. Beide Steinbacköfen des Museums liefern leckere Brote und Stuten. Der Markt zeigt keine waffenstarrenden Krieger, sondern Handwerk und häusliches Leben der Nordmänner, Sachsen und Friesen und ihrer Frauen. Es bietet sich den kleinen und großen Besuchern ein buntes Spektrum an Vorführungen, die im Vordergrund aller Aktivitäten stehen. In und vor den Zelten spielt sich das tägliche Leben und Treiben zur Zeit der Wikinger ab. Sie verwandeln das Museumsgelände mit seinen historischen Gebäuden und Gärten in ein Wikingerlager und geben ihm an beiden Tagen ein ganz besonderes Flair. Organisatorin Anja Stolzmann ist es gelungen, Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus ganz Norddeutschland für diesen Markt zu gewinnen.

Allen Handwerkern darf gerne über die Schulter geschaut werden. Hierbei ist so manche Kleinigkeit zu beobachten, die das so scheinbar dunkle Frühmittelalter heller werden lässt, als man es sich vorstellt.
Hier eine Auswahl der Teilnehmer:
Ontja ist eine Gewandschneiderin, die auf diversen Märkten mit ihrem Gewandstand "Original Ontja" zu finden ist. Gandolf, ihr Mann ist handwerklich sehr geschickt und belesen. Er baut Pfeile, Wikingerzelte und Möbel, schmiedet, schnitzt und macht diverse Metallblecharbeiten. Außerdem ist er ein Kämpfer und kann viel über frühmittelalterliche Waffen und Kampfarten erzählen.
Dieses Mal möchte er außerdem den Besucherinnen und Besuchern den Bronzeguss vorführen.

Ines zeigt in ihrer Schreibstube wieder wie und worauf man im Mittelalter geschrieben hat.
Bas ist der Mann von Ines. Er ist Chemiker und hat sich sehr lange und ausführlich mit der Herstellung von Tinte und Schreibutensilien im Mittelalter beschäftigt.
Er kennt alle Zutaten, weiß, wie und wo man diese beschafft und wie man die Tinte herstellt.

Jens ist Händler des "KDW" Kaufhaus der Wikinger. Bei ihm bekommt man alles, was ein Wikinger für den täglichen Bedarf benötigt. So handelt er mit Gebrauchsgegenständen wie Besteck, mit diversen kleinen Schmuckstücken wie sie die Wikinger damals trugen aber auch mit nadelgebundenen Socken.

Pribislav von Ravensburg bietet wieder die Specksteinbearbeitung für Jung und Alt an.
Hier können kleine Symbole und Figuren aus Speckstein selbst hergestellt werden.

Bei Tjaldur können kleine Lederamulette mit Initialen versehen werden, gleichwohl schnitzt er Nadeln für das Handwerk der Nadelbinderei. Eben dieses Handwerk zeigt seine Frau Bera.

Jörn ist zum ersten Mal dabei. Er zeigt die Bearbeitung von Holz, indem er Löffel schnitzt Ebenfalls neu dabei ist Nadja. Sie ist gelernte Töpferin und wird vor Ort töpfern und die Rohlinge herstellen. Im „realen“ Leben macht sie u.a. mittelalterliche Auftragsarbeiten. So hat sie zum Beispiel einen Becher aus einem Originalfund aus dem Freilichtmuseum Groß Raden repliziert und in größerer Stückzahl für das Museum hergestellt.

Organisatorin Anja Stolzmann wird wieder Filzen und das Kadieren von Wolle zeigen.


Walter ist Ausgrabungstechniker und zeigt den Bogenbau. Hilke, seine Frau, zeigt, wie man Borte mittels Brettchenweberei anfertigt.

Katrin und Klaas bespaßen die Kleinkinder. So können die Eltern ihre Kids bei den Beiden abgeben und sich in Ruhe umschauen, während die Kinder in guten Händen sind. Beschäftigt werden sie in einer kleinen Spielküche.

Jan baut seine selbstgefertigte Jurte wieder als Blickfang auf und steht den Besuchern Rede und Antwort.

 
Termin 18.8 - 19.8
 
Eintritt Nur Museumseintritt