Kunsthandwerkermarkt mit Backtag.



KUNST-HAND-WERK & DESIGN heißt es am Sonntag, 11. November 2018 von 11 -18 Uhr im Kreismuseum Syke, wenn Dietlinde Zacher über 100 Kunsthandwerker aus ganz Norddeutschland und darüber hinaus auf diesem außergewöhnlichen Markt präsentiert. Die zahlreichen Stände drinnen wie draußen geben dem attraktiven Museumsgelände mit den historischen Gebäuden und Gärten ein ganz besonderes Flair.

Angeboten werden u.a. Figuren, Stelen, Objekte aus bemaltem Feuerholz, besondere Floristik-Arrangements, Weidenflechtwerke, pfiffige Mode und Kinderkleidung, Schmuck aus mechanischen Teilen, Bernstein und alten Bestecken, Pralinen und Bonbons. Vieles gibt es im Prozess seiner Herstellung zu sehen.

Dieter Danowski aus Martfeld (Bremer Umland) ist Münzsäger und in ganz Deutschland unterwegs.
Seine Kunstfertigkeit besteht im filigranen Aussägen, also mehr dem Freilegen von Motiven in gängigen Münzen aus aller Welt, die dann wahlweise als Kettenanhänger oder Armbänder verwendet werden können. Auf seine Fertigkeit hat er sich – der beruflich ganz anders orientiert war – besonnen im Andenken an seinen Großvater, der mit dieser Kunst in der schlechten Zeit nach dem Krieg sich ein Zubrot verdiente. Benötigt werden eine feine Stahlsäge, ein Schraubstock, gute Augen, Sitzfleisch und Geduld und natürlich eine ruhige Hand. Herr Danowski wird sein Handwerk vor Ort vorführen.
Bei Männern beliebt ist der Reichsadler im „Heiermann“, bei den Damen eher die Jungfrau im 50-Pfennigstück.

Margot Hüls aus Stuhr fertigt filigrane Scherenschnitte an. Was vor 10 Jahren als Hobby begann, entwickelte sich bis heute zu einem ausgefeilten Handwerk.
Die feinen Silhouetten werden mit speziellen Scheren präzise ausgeschnitten und anschließend auf weißem Kartonhintergrund aufgeklebt.
Mitunter werden für eine Arbeit fünf Scheren verwendet, da diese sensibel auf unterschiedliche Temperaturen reagieren und entsprechend verschieden schneiden. Beim ersten Einstich muss die Schere bereits schneiden, da sonst die feinen Muster nicht nachgezeichnet werden können - Fingerfertigkeit, Ausdauer und Geduld sind gefragt.
Inzwischen bietet die Kunsthandwerkerin weit mehr als 100 Motive an.
Während der Ausstellung können die Besucher Margot Hüls über die Schulter schauen.

Als Gegenbewegung zur Massenproduktion und qualitativ niedrigen Konditoreiprodukten hat sich die Konditorei van Heyningen seit 2012 ein hehres Ziel gesetzt: handgemachte Pralinen und Schokoladeneier aus hochwertigen Rohstoffen, frei von künstlichen Aromen, Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern. Erst im Oktober letzten Jahres ist der dreißigjährige Konditormeister von der Handelskammer Bremen und der Sparkasse Bremen in der Kategorie Betriebsgründung mit dem Preis „Innovatives Handwerk 2016“ ausgezeichnet worden, nachdem er bereits 2005 als bester Auszubildender seines Gewerkes geehrt wurde.
An Ideen mangelt es ihm nicht. In seinem kreativen Umfeld in der Bremer Überseestadt tüftelt er an seinen Pralinenrezepten: Für seine Trüffelpralinen allein kommen u. a. Geschmacksrichtungen wie Amaretto, Cointreau, Vanille,Rum, Williams-Christ, Whiskey und Haselnuss in Frage.
Die meisten seiner Süßwaren enthalten nicht mehr als sechs Zutaten, und das zu bezahlbaren Preisen. „Ich mag einen klaren Geschmack.“

Petra Jänich aus Brokeloh bei Nienburg beschäftigt sich seit 4 Jahren mit Recycling der besonderen Art: Die Modedesignerin fertigt aus alten Jeans, die ihr inzwischen sogar die Kunden mitbringen, besondere Taschen, Jacken, Röcke und andere Kleidungsstücke, jedes für sich sehr originell.

Die Begeisterung für Knöpfe begann bei Daniela Töbelmann aus Hamburg schon als Kind, als sie Großmutters Knopfsammlung zum Spielen hatte. Sie ist fasziniert von Form, Farbe, Oberflächen und den Geschichten, die die Knöpfe umgeben. Der Einstieg in das Goldschmieden erfolgte später. Töbelmann experimentiert mit Edelmetallen und Edelsteinen. Sie formt die Struktur alter Glas-, Messing-, Kunststoff- oder Holzknöpfe ab und verarbeitet die Abgüsse weiter zu Schmuckstücken.

Zusammengefasst bieten wir unter anderem:

• Lustige Keramikobjekte und farbige Gebrauchskeramik
• Skulpturen aus Mooreiche und gebranntem Wurzelholz
• Sprühende Steinfische, Keramik-Magnete
• Weidenflechtwerk und Feuertöpfe
• Geschmiedete Deko für den Garten und Metallobjekte
• Futterhäuser und Nistkästen
• Kissen aus gebrauchten Kaffeesäcken
• Sehnsuchts- und Federbilder mit Lebensweisheiten
• Sprüche auf Shabbyholz, Fotografie
• Patchwork, Filztiere, gedrechselte Sifte
• Duftkompositionen, Öle und Seifen
• Pralinen und Königsberger Marzipan
• Filzmode, exklusive Regencapes
• und vieles andere mehr

Vorführungen:

• Weidenflechtarbeiten
• Erstellen von Scherenschnitten
• aus alten Bestecken wird Schmuck
• Aussägen von Motiven aus Münzen
• Nähen von Accessoires und Kleidungsstücken
• Steinfische sprühen Wasser
• Herstellung von Kinder-Namensstempeln
• Lederarmbänder, Ketten und Ohrringe zum Selbstgestalten
• Herstellung von Hortensiengestecken nach Kundenwunsch
• Düfte herausfinden
• Frischer Kaffee vom „Coffee Bike“
• ein Harfenspieler wird die Veranstaltung mit seiner keltischen Harfe den Tag über begleiten und über sein Instrument berichten.

Im Kindermuseum können die kleinen Besucher mit den Museumspädagoginnen Christbaumkugeln marmorieren und Tannenbäume basteln. Selbstverständlich hat auch der Tante-Emma-Laden geöffnet und lässt nicht nur Kinderherzen beim Anblick der großen gefüllten Bonbongläser höher schlagen.
Die Museumsbäcker heizen beide Steinbacköfen an, auf der Museumsdiele wird Knipp in der großen Eisenpfanne über dem offenen Herdfeuer gebraten, Bratwurst, Waffeln, Kuchen, Flammkuchen runden das kulinarische Angebot ab.

 
Termin 11.11, 11:00 Uhr
 
Eintritt Nur Museumseintritt