Lesung mit Harald Helander

Kämpfer für die finnische Wildnis: Harald Helanders abenteuerliches Leben.

Am 27.2.2018 liest der finnische Naturschützer Harald Helander aus seinem 2017 im Wittgenstein Verlag erschienenen autobiografischen Buch "Das Blockhaus am großen Fluss". Helander, mittlerweise in den Achtzigern stehend, war Bauleiter in aller Welt und sah dabei wie unsere Lebensgrundlagen verschwinden. Dann zog es ihn in seine finnische Heimat in Nordlappland zurück. Von seinem selbstgebauten Blockhaus am Ivalofluss aus wurde er zum landesweit bekannten Streiter für Finnlands ursprüngliche Natur. Er kämpfte jahrzehntelang gegen den Kahlschlag der Wälder, der so manche Wildnis zur Mondlandschaft machte. In aufsehenerregenden Aktionen legte er Erntemaschinen der Holzwirtschaft mit Ketten lahm, als sie zum Einschlag vorrückten, mobilisierte die in- und ausländische Presse. Schließlich trug der Naturfreund dazu bei, dass sich die staatliche Forstverwaltung Ende 2010 zu einem Moratorium bereiterklärte: 20 Jahre lang sollte in den restlichen Urwäldern um den Inarisee nicht mehr gerodet werden.
Schließlich stemmte sich der Unermüdliche auch noch der Bebauung und Erschließung des Inarisees für Ferienhaussiedlungen entgegen. "Die Herausforderungen an der Naturschutzfront", so Helander in seinem Fazit, "hören nie auf".

Im Kreismuseum präsentiert sich ein Kämpfer für den Naturschutz voller persönlicher Anekdoten und spannender Erinnerungen, voller ergreifender Schilderungen. Sein Buch ist ein einziger Appell, auch angesichts seiner atemberaubenden und von vielen für nicht möglich gehaltenen Erfolge.

 
Termin 27.2 - 0
 
Eintritt Nur Museumseintritt
 
Ort Museumsdiele