Der Dümmer - Seine Landschaft und seine Orte in historischen Fotografien



Im großen Sonderausstellungsraum des Kreismuseums Syke ist noch bis zum 17. Februar 2019 die vom Dümmer-Museum in Lembruch konzipierte Ausstellung „Der Dümmer. Seine Landschaften und seine Orte in historischen Fotografien“ zu sehen. In über 30 großformatigen Fotografien vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in dessen 2. Hälfte hinein werden die Entwicklung des Fremdenverkehrs, die Veränderung der an den See angrenzenden Orte und verschiedene Aspekte des Alltagslebens während dieses Zeitraumes deutlich. Der Fremdenverkehr am, mit ungefähr 14 Quadratkilometer zweitgrößte See Niedersachsens, begann in der Mitte des 20. Jahrhunderts, erhielt einen großen Auftrieb um 1900. Die Gäste reisten nun mit der Bahn, später auch mit Bus und eigenem PKW an.
Die Fotos zeigen Segelboote auf dem See, den Fischereipächter in seinem Boot, dazu die Zeltplätze und die seit den 1950er Jahren immer häufiger anzutreffenden Wohnwagen. Ausgelassen wird auch nicht die Dümmereindeichung, die während des 2. Weltkrieges mit russischen Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter in Angriff genommen wurde. Noch in den 1950er Jahren prägten die Fachwerkhäuser mit dem sogenannten Steckwalm und Reetdach die Dorfbilder in Hüde und Lembruch. Das Schilf dafür wurde direkt am Dümmer geschnitten. Auch dies ist auf einer der Tafeln der Ausstellung zu sehen. Die Schau zeigt den See und seine Umgebung wie wir ihn uns in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts vorzustellen haben, macht aber auch Lust darauf, diesen südlichen Teil des Landkreises heute neu zu entdecken.

 
Termin 20.1 - 17.2
 
Ort Sonderausstellungsraum